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In dieser Übersicht finden Sie alle Gemeinden / Ortschaften die zur Pfarrei Heiliger Franziskus in Blieskastel gehören.

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Dienstag, 20. Juni 2017

Seid Wächter des neuen Morgens! (Johannes Paul II.)

Die neu geweihten Priester beim Auszug im Dom zu Speyer. Links im Bild Peter Heinke aus Blickweiler. (Foto: Ralf Feix)

Meine Seele wartet
auf den Herrn,
mehr als die Wächter
auf den Morgen,
ja mehr als Wächter
auf den Morgen!
(Ps 130,6)

Die Kirche lebt und erneuert sich ständig! Das konnten alle beobachten, die am letzten Samstag, den 17. Juni 2017 an der Priesterweihe iim Dom zu Speyer teilgenommen haben. Dabei haben 5 Diakone aus unserer Diözese das Sakrament der Priesterweihe von Herrn Bischof Karl-Heinz Wiesemann empfangen. Unter ihnen ist auch Peter Heinke aus unserer Pfarrei, der aus der Gemeinde Blickweiler stammt.

Eine sehr beeindruckende und erhabene Atmosphäre hat die betende Gemeinde begleitet. Das war ein unvergessliches Ereignis, wie dies die neugeweihten Priester, deren Eltern und viele der Gästen mit Begeisterung und Freude erzählt haben. Die Handauflegung als Höhepunkt dieses Sakramentes und die Allerheiligen Litanei während der sich die Weihekandidaten vor dem Altar auf dem Boden legten, hat auf das Wesen des Priestertums, als unauflösliche Verbundenheit mit Jesus Christus hingewiesen.

Am Tag danach, am Sonntag, den 18. Juni um 10:30 Uhr, hat unser neugeweihter Priester Peter Heinke seine erste Heilige Eucharistie (sog. PRIMIZMESSE) in der Kirche St. Barbara in Blickweiler gefeiert. Das haben wir auch als ein großes Fest erlebt. Geschmückte Kirche, viele Messdiener, Blaskapelle, Kirchenchor und viele Gläubige aus unserer Pfarrei und Umgebung konnten sich von der Freude, die der Primiziant ausstrahlte anstecken lassen. Pfarrer Volker Sehy aus Maria Rosenberg hat in seiner Predigt auf ganz ansprechende Weise auf die Bedeutung und Wichtigkeit des Priestertum und der Eucharistie sowie auf die Aufgaben und Herausforderungen hingewiesen, die auf die neuen Priester warten.  

Beim anschließenden Primiz- und Pfarrfest an der Kirche hatten alle eine schöne Gelegenheit mit dem Primiziant persönlich zu sprechen und von seiner Freude und seinem Glauben zu erfahren.
Aber das war noch nicht alles! Krönung des Tages war die feierliche Vesper als Dankandacht mit Erteilung des Einzelprimizsegen um 16:00 Uhr. Durch gemeinsames Beten verbunden im Glauben und dank dieses besonderen Segens war Gottes Gegenwart spürbarer... unbegreiflich...

Jozef Matula OFMConv

Alle Impressionen zur Primizfeier finden Sie in unserer Bildergalerie.

 

Über Dienst und Leben der Priester schreibt das II Vatikanische Konzil:

DEKRET
PRESBYTERORUM ORDINIS 12-23

Durch den Dienst der Priester vollendet sich das geistige Opfer der Gläubigen in Einheit mit dem Opfer des einzigen Mittlers Christus, das sie mit ihren Händen im Namen der ganzen Kirche bei der Feier der Eucharistie auf unblutige und sakramentale Weise darbringen, bis der Herr selbst kommt.

Darauf zielt das Dienstamt der Priester, und darin findet es seine Vollendung. Denn ihr Dienst, der in der Verkündigung des Evangeliums seinen Anfang nimmt, schöpft seine ganze Kraft aus dem Opfer Christi. So soll durch ihn "die ganze erlöste Gemeinde, die Versammlung und Gemeinschaft der Heiligen, durch den Hohenpriester als allumfassendes Opfer Gott dargebracht werden, durch ihn, der auch sich selbst in seinem Leiden für uns dargebracht hat, damit wir der Leib des so erhabenen Hauptes wären".

Das Ziel also, auf das Dienst und Leben der Priester ausgerichtet sind, ist die Verherrlichung Gottes des Vaters in Christus. Diese Verherrlichung besteht darin, dass die Menschen die in Christus vollendete Tat Gottes bewusst, frei und dankbar annehmen und in ihrem ganzen Leben kundtun. Ob die Priester sich darum dem Gebet und der Anbetung hingeben, ob sie das Wort verkünden, das eucharistische Opfer darbringen und die übrigen Sakramente verwalten oder den Menschen auf andere Weise dienen, immer fördern sie die Ehre Gottes und das Wachstum des göttlichen Lebens im Menschen. All dies entströmt dem Pascha Christi des Herrn und erfährt seine Vollendung bei dessen glorreicher Ankunft, wenn er selbst das Reich Gott dem Vater übergeben hat.

Die Priester werden aus der Reihe der Menschen genommen und für die Anliegen der Menschen bei Gott bestellt, um Gaben und Opfer für die Sünden darzubringen; allen begegnen sie deshalb als ihren Brüdern. Auch der Herr Jesus, Gottes Sohn, der vom Vater als Mensch zu den Menschen gesandt wurde, lebte ja mit uns zusammen und wollte in allem seinen Brüdern gleich werden, die Sünde ausgenommen. Ihn haben schon die heiligen Apostel nachgeahmt; Paulus, der als Lehrer der Heiden "für das Evangelium erwählt" war (Röm 1,1), bezeugt ausdrücklich, er sei allen alles geworden, um alle zu retten. Die Priester des Neuen Testamentes werden zwar aufgrund ihrer Berufung und Weihe innerhalb der Gemeinde des Gottesvolkes in bestimmter Hinsicht abgesondert, aber nicht um von dieser, auch nicht von irgendeinem Menschen, getrennt zu werden, sondern zur gänzlichen Weihe an das Werk, zu dem sie Gott erwählt hat. Sie könnten nicht Christi Diener sein, wenn sie nicht Zeugen und Ausspender eines anderen als des irdischen Lebens wären; sie vermöchten aber auch nicht den Menschen zu dienen, wenn diese und ihre Lebensverhältnisse ihnen fremd blieben. Ihr Dienst verlangt in ganz besonderer Weise, dass sie sich dieser Welt nicht gleichförmig machen; er erfordert aber zugleich, dass sie in dieser Welt mitten unter den Menschen leben, dass sie wie gute Hirten ihre Herde kennen und auch die heinzuholen suchen, die außerhalb stehen, damit sie Christi Stimme hören und eine Herde und ein Hirt sei. Dabei helfen ihnen gerade jene Eigenschaften viel, die zu Recht in der menschlichen Gesellschaft sehr geschätzt sind: Herzensgüte, Aufrichtigkeit, Charakterfestigkeit und Ausdauer, unbestechlicher Gerechtigkeitssinn, gute Umgangsformen und Ähnliches, das der Apostel Paulus empfiehlt: "Was wahr ist, was ehrwürdig und recht, was lauter, liebenswert und ansprechend, überhaupt was Tugend ist und Lob verdient, darauf seid bedacht" (Phil 4,8).

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